17:14 Uhr
Hohe Zinsen bieten auch Chancen
Die Kapitalmarktzinsen sind stark gestiegen: In den USA haben sie die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und auch in Deutschland sind die Werte auf das Niveau der Finanzkrise von vor 20 Jahren geklettert. Doch Anleger können von den gestiegenen Zinsen auch profitieren. Wie das geht, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Julius Weiß von der HSBC.
17:01 Uhr
Berkshire-Aktie erreichte Höhepunkt am Tag, bevor Buffett seinen Rücktritt als CEO ankündigte
Die Entscheidung von Warren Buffett, als Chairman von Berkshire Hathaway zurückzutreten, markiert das Ende einer Ära an der Wall Street. Gemessen am Aktienkurs von Berkshire endete diese Ära jedoch bereits vor fast 17 Monaten. Die Aktie des Konglomerats hat sich noch nicht von ihrem Allzeithoch erholt, das sie am 2. Mai des vergangenen Jahres erreichte an dem Tag, bevor der heute 96 Jahre alte Buffett seinen Plan bekannt gab, als CEO zurückzutreten. Seitdem ist die beliebte B-Aktie von Berkshire um 5,7 Prozent gefallen, während der S&P 500 um 34 Prozent zulegte.
16:37 Uhr
Bitcoin springt hoch – andere Kryptowährungen folgen
Bitcoin steigt um über fünf Prozent auf 80.410 US-Dollar. “Bitcoin profitiert von einer breiteren Risk-On-Bewegung, da die Ölpreise und die Renditen langfristiger Staatsanleihen nachgeben, während tägliche Zuflüsse in US-Spot-ETFs von rund 154 Millionen Dollar und Eindeckungen von Leerverkäufen geholfen haben, ihn darüber zu treiben”, sagt Lacie Zhang von Bitget Wallet. Die Marke von 80.000 Dollar sei “psychologisch wichtig”, meint Zhang – und dies komme, nachdem in den letzten Handelstagen bereits viel Fremdkapital aus dem Bitcoin abgeflossen sei. Infolgedessen reagiere Bitcoin besser auf eine “erneute Spot-Nachfrage”, so Zhang. Ethereum steigt um 4,5 Prozent auf 2562 Dollar, XRP legt um 5,6 Prozent auf 1,37 Dollar zu und Solana steigt um 7,8 Prozent auf 109,08 Dollar.
16:13 Uhr
Wieder steigende Renditen bremsen Wall Street
Insgesamt wenig bewegt zeigt sich die Wall Street am letzten Handelstag der Woche. Die kurze Entspannung an den Anleihemärkten nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank scheint schon wieder beendet zu sein. Die Rendite der zehnjährigen Titel notiert wieder knapp unter der Marke von fünf Prozent. Der Ölpreis erholt sich von seinen Tagesverlusten fast vollständig. Der Dow-Jones-Index zeigt sich wenig verändert bei 51.795 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,2 Prozent ein und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um 0,5 Prozent nach oben.
Nvidia will seine Chip-Verkäufe im nächsten Jahr im Vergleich zu 2026 verdoppeln, sagte CEO Jensen Huang. Für die Nvidia-Aktie geht es nach dem kräftigen Vortagesplus um 0,2 Prozent nach unten. Dagegen klettern die Intel-Papiere um 1,0 Prozent nach oben. Netflix reduzieren sich um 5,4 Prozent auf 71,26 Dollar. Nach Angaben aus dem Handel hat Wells Fargo die Papiere auf “Underweight” abgestuft und das Kursziel auf 57 von 80 Dollar gesenkt. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway verliert 0,4 Prozent. Warren Buffett tritt als Chairman von Berkshire Hathaway zurück. Sein Sohn, Howard G. Buffett, wird die Nachfolge antreten.
15:47 Uhr
Brichta: Tankrabatt hat zwei Vorteile bei Spritpreisschock
Der Tankrabatt gilt vielen als teuer, ungerecht und wenig treffsicher. Doch in der aktuellen Spritpreisdebatte hat er entscheidende Vorteile, die bisher kaum eine Rolle spielen. ntv-Börsenexperte Raimund Brichta schildert, warum die umstrittene Entlastung ein Comeback verdient.
15:37 Uhr
RWE gewinnt zwei Onshore-Ausschreibungen
Der Versorger RWE hat bei der jüngsten Auktion der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land für zwei Projekte mit 119 Megawatt Gesamtleistung den Zuschlag erhalten. Die beiden Windparks sollen nach einer finalen Investitionsentscheidung 2028 in Betrieb gehen, teilte der Dax-Konzern mit. Bei Jüchen 3 handelt sich sich um ein Neubauprojekt mit einer installierten Leistung von 84 Megawatt auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Garzweiler in Nordrhein-Westfalen.
Seedorf dagegen sieht die Modernisierung eines RWE-Bestandswindparks im niedersächsischen Landkreis Rotenburg vor. Fünf alte Anlagen mit neun Megawatt Gesamtleistung sollen gegen fünf moderne Windräder mit zusammen 35 Megawatt Leistung getauscht werden.
15:11 Uhr
Trubel an Istanbuler Börse – massive Fondsprobleme
Der türkische Aktienmarkt bleibt trotz staatlicher Stützungsversuche unter Druck. Der türkische Leitindex fiel heute um rund zwei Prozent und steuerte damit auf einen Wochenverlust von 8,5 Prozent zu. Einen Tag zuvor hatte er rund drei Prozent höher geschlossen, nachdem die Behörden Maßnahmen zur Stärkung der Finanzstabilität ergriffen hatten. Durch den Ausverkauf an den Märkten hatten einige Fonds Kundenauszahlungen nicht mehr bedienen können. Die Kapitalmarktaufsicht ordnete deshalb die Liquidation mehrerer Investmentfonds an, die über ein Gesamtportfolio von umgerechnet 18,3 Milliarden Dollar verfügten. Zudem wurden die Mindestkapitalanforderung für den Margin-Handel bis zum 2. Oktober auf 20 Prozent von 35 Prozent gesenkt.
Die Zentralbank erhöhte die Repo-Finanzierung und verzehnfachte die Kreditaufnahmegrenzen der Banken am Interbanken-Geldmarkt, um die Liquidität zu gewährleisten. Analysten sagten, es sei noch nicht klar, wohin sich die Märkte weiter entwickeln würden.
15:00 Uhr
Daimler Truck beginnt zweite Tranche des Aktienrückkaufs
Die Daimler Truck Holding wird am Montag mit der angekündigten zweiten Tranche des im März begonnenen Aktienrückkaufs starten. Die Tranche wird wie bekannt ein Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Euro haben, und die Rückkäufe werden bis Ende Juni 2027 über die Bühne gebracht, wie der Nutzfahrzeughersteller jetzt mitteilte.
Im Rahmen der ersten Tranche waren bis einschließlich Mittwoch knapp 7,16 Millionen eigene Aktien für insgesamt rund 300 Millionen Euro an der Börse gekauft worden. Das gesamte laufende Aktienrückkaufprogramm hat ein Gesamtvolumen von maximal 2 Milliarden Euro und soll bis spätestens 15. März 2028 abgeschlossen werden.
14:37 Uhr
Dax nun tiefrot – Unruhe am Anleihemarkt – Ölpreise ziehen an
Der Dax hat seine Verluste ausgebaut und ist um 1,3 Prozent auf 25.379 Punkte abgesackt. Der EuroStoxx50 verlor sogar 1,4 Prozent und lag bei 6240 Stellen. Hauptbelastungsfaktor waren die wieder anziehenden Renditen an den Anleihemärkten. Die Rendite der vielbeachteten zehnjährigen Treasurys stieg deutlich um drei Basispunkte auf 4,98 Prozent und lag damit nur noch hauchdünn unter der psychologisch wichtigen Fünf-Prozent-Marke.
Daneben zogen die Ölpreise zum Teil wieder leicht an, nachdem er zunächst deutlicher nachgegeben hatte. Belastend könnte ein Kreise-Bericht von Bloomberg wirken, laut dem Saudi Aramco mindestens zwei Ölraffineriekunden in Europa mitgeteilt habe, dass ihnen im nächsten Monat kein Rohöl zugeteilt werde, nachdem die wichtigste Pipeline des Königreichs zum Roten Meer angegriffen wurde.
14:14 Uhr
“Trump poltert – Notenbank macht genau das Richtige”
Der weltweite Kurs der Notenbanken setzt sich fort: Nach der Fed und der EZB findet auch in Japan eine Zinserhöhung statt. Trump poltert, dabei sei er ein wesentlicher Treiber der Inflation, so Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets. Der neue Chef der US-Notenbank mache “genau das Richtige”.
13:55 Uhr
Nur Korrektur? Dax-Absturz nach Rekorden
Nach den jüngsten Höchstständen hat der deutsche Aktienindex deutliche Rückgänge hinnehmen müssen. Steigende Ölpreise, Konsumsorgen und der abflachende KI-Hype – all das setzt dem Dax zu. Ist das nur eine vorübergehende Entwicklung oder besteht die reale Gefahr eines noch stärkeren Rückgangs? Und wie können Anleger darauf reagieren? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Paulina Michel von JPMorgan.
13:41 Uhr
Nestle prüft Optionen für konfisziertes Russland-Geschäft
Nestle prüft die Optionen für seine russische Tochtergesellschaft. Durch ein russisches Präsidialdekret wurde das Geschäft unter vorübergehende externe Verwaltung gestellt, wie der Nahrungsmittelkonzern mitteilte
“Nestle ist entschlossen, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um seine Rechte zu schützen und die Kontinuität der Geschäftsabläufe im Interesse aller Stakeholder, insbesondere seiner Mitarbeiter, sicherzustellen”, teilte das Unternehmen mit.
Der Schweizer Lebensmittelriese blieb nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2022 in Russland präsent, hat jedoch begonnen, seine Aktivitäten dort zurückzufahren. Laut dem Geschäftsbericht für 2025 verfügte Nestle noch über sechs Fabriken in Russland.
13:12 Uhr
Goldpreis kommt in Fahrt
Trotz des Zinserhöhungspfads der großen Notenbanken bleibt Gold begehrt. Das Edelmetall verteuert sich in der Spitze um 1,4 Prozent auf 4399 Dollar je Feinunze. Schon am Donnerstag hatte der Preis um fast zwei Prozent zugelegt. Goldman Sachs sieht den Goldpreis Ende 2027 bei 5400 Dollar. Nach Einschätzung der Experten dürfte eine restriktivere Geldpolitik die Rallye des Edelmetalls zwar wahrscheinlich verlangsamen, aber nicht zum Erliegen bringen. Höhere Zinsen können die Nachfrage nach Gold dämpfen, weil sie die Attraktivität renditebringender Anlagen erhöhen.
12:51 Uhr
Aktuelles vom Geldmarkt
Wenig verändert präsentieren sich die Sätze am europäischen Geldmarkt. Nach Zinserhöhungen der EZB in der vergangenen Woche, der US-Notenbank Fed am Mittwoch und am Berichtstag der japanische Notenbank haben die Zentralbanken ihren klaren Willen zur Inflationsbekämpfung bekundet. Der Leitzins der Bank of Japan dürfte aber nicht über 2,0 Prozent steigen, da dies die Zentralbank wahrscheinlich in einen restriktiven Bereich drängen würde, so Capital Economics zum auf 1,25 Prozent erhöhten Leitzins.
Tagesgeld: 2,35 – 2,55 (2,35 – 2,55), Wochengeld: 2,39 – 2,60 (2,39 – 2,60), 1-Monats-Geld: 2,46 – 2,71 (2,47 – 2,62), 3-Monats-Geld: 2,62 – 2,82 (2,48 – 2,81), 6-Monats-Geld: 2,95 – 3,08 (2,94 – 3,08), 12-Monats-Geld: 3,11 – 3,26 (3,25 – 3,42), Euribors: 17.09. 16.09. 3 Monate: 2,633 (2,661), 6 Monate: 2,962 (2,973), 12 Monate: 3,345 (3,374)
12:27 Uhr
Warren Buffett übergibt Chairman-Funktion an seinen Sohn
Warren Buffett tritt als Chairman von Berkshire Hathaway zurück, des eine Billion US-Dollar schweren Konglomerats, das er mehr als sechs Jahrzehnte lang geleitet hat. Sein Sohn, Howard G. Buffett, wird die Nachfolge des 96-Jährigen antreten.
Warren Buffett werde als “Chairman emeritus” aber Mitglied des Verwaltungsrats bleiben und “seine geschätzte Meinung und Ansicht” weiter zur Verfügung stellen. Mit einer konservativen, auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie hatte Buffett die frühere Textilfirma Berkshire Hathaway zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit entwickelt.
12:14 Uhr
Ansturm auf Dangote-Aktie überfordert Nigerias Online-Broker
Der Ansturm von Kleinanlegern auf den Börsengang der Ölraffinerie Dangote Petroleum Refinery in Nigeria hat zahlreiche digitale Investment-Plattformen des Landes lahmgelegt. Das mit 1,6 Milliarden Dollar größte IPO in der Geschichte Afrikas stelle die Belastbarkeit der Finanzinfrastruktur des Landes auf die Probe, sagten Marktteilnehmer. Die Zeichnungsfrist für den Börsengang hat am 14. September begonnen und läuft bis zum 13. Oktober. Der Handel mit den Aktien an der nigerianischen Börse könnte laut Emissionsprospekt Ende November beginnen.
Weder das Unternehmen des Milliardärs Aliko Dangote noch die begleitenden Banken nannten Zahlen zur Nachfrage. Technische Ausfälle bei Investment-Plattformen deuten jedoch auf ein starkes Interesse von Privatanlegern hin und unterstreichen die wachsende Bedeutung von Fintech-Unternehmen für den nigerianischen Kapitalmarkt.
12:02 Uhr
Dax rot
Update von der Frankfurter Börse: Nach seinen Gewinnen am Donnerstag hat der Dax seinen Rückzug angetreten. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,7 Prozent tiefer bei 25.526 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,6 Prozent auf 6286 Zähler. Der Euro lag etwas fester bei 1,1485 US-Dollar.
11:42 Uhr
Dieselpreis klettert weiter – Super E10 minimal günstiger
Der Dieselpreis an den deutschen Tankstellen hat sein Rekordhoch noch einmal übertroffen: Am Donnerstag kostete ein Liter nach Auswertung des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro, knapp zwei Cent mehr als am Vortag. Super E10 verbilligte sich nach mehreren Preisrekorden in Folge dagegen minimal um 0,006 Cent auf 2,308 Cent. Die unter schlechten Umfragewerten leidende schwarz-rote Bundesregierung hat schnelle Entlastung für die autofahrende Bevölkerung angekündigt, doch sind Union und SPD bislang uneins, wie das bewerkstelligt werden soll.
11:30 Uhr
Chinas Yuan steigt auf höchsten Stand seit mehr als vier Jahren
Der chinesische Yuan hat seine stärkste Entwicklung gegenüber dem US-Dollar seit mehr als vier Jahren verzeichnet. Gestützt wurde er dabei von den robusten Exporten des Landes und der Unterstützung durch die Zentralbank. Der Offshore-Yuan legte während des morgendlichen Handels zu und überschritt die wichtige Schwelle von 6,70 pro Dollar. Dies markierte den höchsten Stand seit Juli 2022.
Der heutige Yuan-Anstieg erfolgte, nachdem die People’s Bank of China ihr tägliches Währungsfixing zum achten Mal in Folge bis nächsten Freitag anhob. Das war die längste Serie seit 2023. Im Vorfeld des für Ende September angesetzten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat die chinesische Zentralbank den Yuan durch festere tägliche Referenzkurse gestützt.
11:10 Uhr
“Chips sind das neue Öl” – Verbraucher zahlen KI-Zeche
Künstliche Intelligenz verspricht satte Gewinne, braucht aber Chips, Rechenzentren und jede Menge Strom. Wenn die Firmen die Kosten weiterreichen, könnten Verbraucher die KI-Party mitfinanzieren, ohne an den Gewinnen beteiligt zu sein. ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne erklärt, was das für den Vermögensaufbau heißt.
10:42 Uhr
EZB: Inflationserwartungen der Konsumenten im Euroraum steigen
Die Inflationserwartungen der Konsumenten im Euroraum sind im August gestiegen. Wie die EZB im Ergebnis ihrer Konsumentenumfrage mitteilte, erwarteten die Konsumenten für die nächsten zwölf Monate einen Anstieg der Verbraucherpreise um 3,0 (Juli-Umfrage: 2,9) Prozent. Die Erwartungen auf Sicht von drei Jahren erhöhten sich auf 2,9 (2,7) Prozent und die auf Sicht von fünf Jahren auf 2,5 (2,4) Prozent. Die Konsumenten rechneten unverändert damit, dass ihre Einkommen in den nächsten zwölf Monaten um 1,0 Prozent steigen werden. Auch die Erwartung für das nominale Ausgabenwachstum in den nächsten zwölf Monaten blieb unverändert – bei 3,6 Prozent.
Die wirtschaftliche Lage im Euroraum wird sich nach Einschätzung der Konsumenten in den nächsten zwölf Monaten eintrüben. Sie rechneten weiterhin mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,2 Prozent und sahen die Arbeitslosenquote bei 11,0 (11,2) Prozent.
10:27 Uhr
Umstufungen sorgen für die größten Kursausschläge
Für starke Kursbewegungen sorgen wie oft Umstufungen. Infineon steigen um 3,5 Prozent, Oddo BHF hat die Aktie auf “Outperform” erhöht. Bei Renk geht es 2,7 Prozent nach oben nach einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs. TKMS profitieren mit 3,1 Prozent Plus von einer Kaufempfehlung durch Stifel. Siltronic springen um 5,7 Prozent an, nachdem die UBS das Kursziel auf 120 nach 105 Euro genommen hat. Einer der größten Verlierer in Europa sind Orange in Paris mit minus 4,2 Prozent Minus. Morgan Stanley hat die Aktie auf “Underweight” herabgestuft.
10:06 Uhr
TUI-Aufsichtsratschef Zetsche legt im Februar Amt nieder
Der Touristikkonzern TUI bekommt einen neuen Aufsichtsratschef. Johan Lundgren wird nach der Hauptversammlung im Februar 2027 den Vorsitz des Aufsichtsrats von Dieter Zetsche übernehmen. Zetsche habe den Mitgliedern des Kontrollgremiums mitgeteilt, dass er sich nicht zur Wiederwahl stellen werde, teilte der Konzern mit. Der frühere Chef des Autobauers Daimler (heute Mercedes-Benz) ist seit 2018 Mitglied des TUI-Aufsichtsrats und seit Mai 2019 dessen Vorsitzender.
Lundgren sitzt seit 2025 im Kontrollgremium des Reisekonzerns aus Hannover. Von 2017 bis Ende 2024 war er Chef des Billigfliegers EasyJet.
09:48 Uhr
Baugenehmigungen legen weiter zu
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist auch im Juli gestiegen. Sie kletterte um 1,9 Prozent auf 22.500, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Von Januar bis Juli gaben die Behörden grünes Licht für 148.800 Wohnungen. Das sind 12,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt. Die Stimmung im lange schwächelnden Wohnungsbau hat sich laut Ifo-Institut im August deutlich verbessert. Die Unternehmer sähen zunehmend Licht am Ende des Tunnels, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Die steigenden Genehmigungen nähren die Hoffnung, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten belebt.
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09:33 Uhr
Mehr Geld in der Kasse, real trotzdem weniger Umsatz: Gastgewerbe ächzt weiter
Das deutsche Gastgewerbe ist mit einem leichten Umsatzplus ins zweite Halbjahr gestartet. Die Erlöse in Restaurants, Kneipen und Hotels stiegen im Juli real um 1,5 Prozent zum Vormonat. Nominal gab es ein Plus von 1,3 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.
Auf Jahresbasis im Vergleich zum Juli 2025 zeigt sich jedoch, wie stark die Preise in der Branche gestiegen sind. Zwar hatten die Betriebe nominal 3,0 Prozent mehr in der Kasse als vor einem Jahr, real sank der Umsatz jedoch um 4,0 Prozent. Die Branche klagt seit Längerem über anziehende Kosten bei Energie, Löhnen und Lebensmitteln.
Hotels legten im Juli real um 1,4 Prozent zum Vormonat zu. Zum Vorjahresmonat gab es real ein Minus von 2,0 Prozent, nominal ein Plus von 2,9 Prozent. In der Gastronomie stieg der Umsatz real um 1,6 Prozent zum Juni. Zum Juli 2025 sank er real um 4,7 Prozent, nominal stieg er um 3,1 Prozent.
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09:17 Uhr
Dax legt den Rückwärtsgang ein – Telekom saufen ab
Der heftige Anstieg der Erzeugerpreise im August in Deutschland bremst den deutschen Aktienmarkt zum Auftakt aus. Der Dax startet 0,4 Prozent niedriger bei 25.610 Punkten.
Mit 4,6 Prozent lagen die Erzeugerpreise deutlich über den Erwartungen. “Damit erhöht sich immer weiter die Gefahr, dass sich die hohen Energiepreise durch die Lieferkette fressen und die Inflation strukturell treiben”, sagt ein Händler. Anzeichen einer Entspannung seien nicht sichtbar, gerade vor dem Hintergrund Preisexplosion von Diesel und Heizöl.
Größter Gewinner sind Infineon mit knapp 3,0 Prozent Plus. Die rote Laterne halten zum Auftakt Deutsche Telekom mit minus 3,1 Prozent.
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08:50 Uhr
Ölpreis kommt weiter zurück
Trotz der unklaren Lage im Konflikt im Nahen Osten sind die Ölpreise den dritten Tag in Folge gefallen. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligten sich heute um mehr als ein Prozent auf 103,29 beziehungsweise 100,76 Dollar je Fass. Seit Dienstag haben die Notierungen um jeweils rund viereinhalb Prozent nachgegeben. “Die jüngsten Bemühungen zur Wiederherstellung der saudiarabischen Exportkapazitäten haben die unmittelbaren Versorgungsängste etwas gemildert”, sagte Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalysen bei Phillip Nova.
Anfang der Woche waren die Ölpreise auf ein Vier-Monats-Hoch gestiegen.
08:39 Uhr
Erzeugerpreise ziehen stärker an als erwartet
Der Inflationsdruck auf Produzentenebene hat im August überraschend zugenommen. Die deutschen Erzeugerpreise stiegen um 1,1 Prozent zum Vormonat und um 4,6 Prozent zum Vorjahr. Volkswirte hatten nur 0,9 und 4,3 Prozent erwartet. Im Juli lag das Plus noch bei 3,0 Prozent. Treiber sind vor allem die Energiepreise mit plus 8,3 Prozent zum Vorjahr und plus 3,2 Prozent zum Juli.
Die Preise für Mineralölerzeugnisse schnellten wegen der Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten um 40,5 Prozent zum Vorjahr und um 4,9 Prozent zum Vormonat nach oben. Auch Vorleistungsgüter verteuerten sich deutlich um 6,1 Prozent. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,1 Prozent zum Vorjahr.
08:36 Uhr
Dieser Rüstungstitel ist vorbörslich gefragt
Anleger folgen einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs und greifen bei Renk zu. Die Aktien des Rüstungszulieferers steigen im frühen Frankfurter Handel um vier Prozent und sind damit Spitzenreiter im MDax. Die Analysten von Goldman haben die Titel auf “Buy” von “Neutral” heraufgesetzt.
08:20 Uhr
Frachtraten von China in die USA steigen rasant
Die Kosten für den Transport von Seefracht zwischen China und der US-Ostküste sind infolge des Iran-Kriegs rasant gestiegen. Die Preise für kurzfristige Buchungen auf dieser Route erreichten 10.948 Dollar pro 40-Fuß-Container, wie aus Daten der Preisplattform Xeneta hervorging. Damit haben sich die Kosten seit Beginn des Konflikts am 28. Februar mehr als vervierfacht. Die Frachtraten auf dieser wichtigen Handelsroute lägen nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus der Zeit der weltweiten Lieferkettenprobleme während der Corona-Pandemie, sagte Xeneta-Chefanalyst Peter Sand. Im Januar 2022 war ein Rekordwert von 11.900 Dollar erreicht worden. Die Strecke von Shanghai nach New York gehört zu den meistbefahrenen und profitabelsten für globale Reedereien wie Maersk und Cosco.
Hintergrund der Entwicklung sind die stark gestiegenen Rohölpreise durch die Eskalation im Nahen Osten. Nachdem die USA und der Iran Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen und versenkt hatten sowie Saudi-Arabien eine wichtige Pipeline schließen musste, hat sich der Treibstoff für Containerschiffe deutlich verteuert. Der weltweite Durchschnittspreis für den von vielen Schiffen genutzten schwefelarmen Treibstoff stieg dem Fachdienst Ship & Bunker zufolge auf 901,50 Dollar pro Tonne. Am 27. Februar hatte der Wert noch bei 543,50 Dollar gelegen, blieb am Donnerstag jedoch unter dem Höchststand vom 20. März von 1053 Dollar. Die Reedereien geben diese Mehrkosten über Zuschläge an ihre Kunden weiter.
08:15 Uhr
Dax dürfte am Hexensabbat im Tiefflug starten
Der Dax wird am letzten Handelstag der Woche wohl niedriger in den Handel starten, wie der Blick auf die Kursentwicklung an den Terminmärkten zeigt. Sinkende Ölpreise und eine entschlossene Inflationsbekämpfung der US-Notenbank hatten die Anleger gestern zurück an die Aktienmärkte gelockt. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 25.716 Punkte. Auch an der Wall Street ging es bergauf. Investoren griffen vor allem bei Technologiewerten zu. Zum Wochenschluss richtet sich der Blick nach Japan. Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben.
Wegen des sogenannten Hexensabbats, des großen Verfallstags an den Börsen, kann es im Tagesverlauf zu stark schwankenden Kursen kommen. Es verfallen Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien.
Und so lief es am Vorabend an der Wall Street:
07:35 Uhr
Daimler-Truck-Chefin warnt vor Milliarden-Schock: CO2-Strafen fressen Jahresgewinn
Vorstandschefin Karin Radström warnt vor Milliardenstrafen für verfehlte Brüsseler CO2-Ziele – und das, obwohl es an fehlenden Ladesäulen hapert, die die Lkw-Branche nicht in der Hand habe.
“Für jeden verfehlten Prozentpunkt müssen wir etwa 120 Millionen Euro Strafe zahlen”, sagte die Daimler-Truck-Chefin dem “Handelsblatt”. “Ein Festhalten daran hätte für uns existenzielle Folgen. Wenn wir die Ziele um zehn Prozentpunkte verfehlen, wären das 1,2 Milliarden Euro – also etwa der gesamte globale Gewinn der Sparte Mercedes-Benz Trucks in einem Geschäftsjahr.”
07:13 Uhr
“Wir wissen einfach nicht …”: JP Morgan gibt keine Prognose mehr zum Ölpreis ab
Die US-Großbank JP Morgan hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges keine klare Prognose mehr für die Ölmärkte. “Wir wissen einfach nicht, wie wir den Ausgang modellieren sollen”, schreiben die Analysten der Bank in einer Studie. Sechs Monate nach Beginn des Konflikts seien viele wirtschaftliche rote Linien überschritten worden, ohne dass eine Lösung in Sicht sei. Der Ölpreis sei über 100 Dollar pro Barrel gestiegen und die Dieselpreise in den USA hätten vor dem Winter ein Allzeithoch erreicht.
Trotz der massiven Angebotsausfälle von schätzungsweise zehn Millionen Barrel pro Tag ist der Ölpreis jedoch nicht so stark gestiegen, wie erwartet. Dies liegt den Analysten zufolge vor allem an einem weltweiten Nachfragerückgang. Die globale Ölnachfrage sei um etwa 4,4 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahr gesunken. “Indem der Markt viel stärker auf den sinkenden Verbrauch und viel weniger auf den Abbau von Lagerbeständen gesetzt hat, konnte er eine außergewöhnliche Angebotsunterbrechung ohne einen nachhaltigen Anstieg der Rohölpreise verkraften”, heißt es in dem Bericht.
Die Bank warnt jedoch, dass die Preise im weiteren Jahresverlauf steigen könnten, falls die Lieferunterbrechungen im Nahen Osten andauern. Derzeit gebe es zwar noch ausreichend Lagerbestände, insbesondere in China, Europa und Japan, die als Puffer dienten. Diese könnten jedoch zur Neige gehen. “Kurz gesagt, es ist noch genug Pulver trocken, um die Preise in Schach zu halten – vorläufig.”
07:05 Uhr
Asien-Börsen bekommen Rückenwind aus USA
Gute Vorgaben der Wall Street heben am Freitag die Stimmung an den Börsen in Asien. In den USA hatten die Aktienkurse kräftig zugelegt, nachdem die Ölpreise gesunken waren und auch weil das entschlossene Vorgehen der US-Notenbank gegen die Inflation gut ankam. Die niedrigeren Ölpreise linderten Inflationsängste zusätzlich, worauf am Anleihemarkt die Renditen deutlich sanken. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht mit aktuell 4,94 Prozent wieder deutlicher unter der 5-Prozent-Marke. Der Preis für ein Barrel Brentöl fällt im asiatischen Handel weiter um 0,8 Prozent auf rund 104 Dollar.
In Tokio rückt der Nikkei-225-Index um 1,7 Prozent vor, angeführt von Aktien der Chipbranche. Unter anderem verbessern sich Kioxia um 8,0, Advantest um 7,3, Lasertec um 9,0 und Softbank Group um 3,4 Prozent. Der breiter gefasste Topix gewinnt 0,1 Prozent. Die Bank of Japan hat erwartungsgemäß den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,25 Prozent erhöht. Der Yen wertet daraufhin ab.
Am südkoreanischen Aktienmarkt steigt der Kospi um 2,6 Prozent. Auch hier sind Chipaktien gesucht. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen 3,4 und 5,9 Prozent. Hanmi Semiconductor legen um 3,8 Prozent zu.
In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 0,7 Prozent. In Shanghai geht es mit dem Composite-Index um 1,0 Prozent nach oben. Unter den chinesischen Chipwerten notieren Semiconductor Manufacturing International 4,7 Prozent höher, Hua Hong Grace 6,3 Prozent.
06:56 Uhr
Bank of Japan erhöht Leitzins – höchster Wert seit 1995
Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins auf 1,25 Prozent, den höchsten Stand seit 30 Jahren angehoben und mögliche weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Die Notenbanker vollzogen damit eine politische Kehrtwende mit potenziell weitreichenden Auswirkungen über Japans Grenzen hinaus.
“Der Yen-Supertanker wendet”, sagte Rory Green, Leiter der Asien- und Schwellenländerforschung bei GlobalData TS Lombard in London. Japanische Investoren besitzen rund 2,5 Billionen US-Dollar an US-Aktien, Anleihen und anderen Finanzanlagen, was etwa die Hälfte von Japans enormen Auslandsportfolio-Beständen von 5,0 Billionen US-Dollar ausmacht.
Mit steigenden Zinsen könnte die Aussicht auf höhere Renditen im Inland einen Teil dieses Geldes zurück nach Japan locken und damit den bislang verlässlichen Kapitalstrom verlangsamen oder sogar umkehren, der die Kurse an den US- und anderen Weltmärkten gestützt hat.
06:30 Uhr
Quo vadis, Dax?
Die europäischen Börsen haben erleichtert auf Zinsentscheid und Ausblick der US-Notenbank reagiert. Sorgen um die Glaubwürdigkeit der Fed bei der Bekämpfung der Inflation seien damit ausgeräumt worden, hieß es auch auf dem Frankfurter Parkett. Rückenwind kam auch von sinkenden Ölpreisen. Dadurch verbuchte der Dax ein deutliches Plus. Doch wie geht es mit dem deutschen Leitindex nun weiter?
Heute ist erstmal Verfalltermin, ansonsten allerdings ein ziemlich datenarmer Tag. Die europäischen Finanzminister beraten in der irischen Hauptstadt Dublin. Weil es ein informelles Treffen ist, werden keine größeren Beschlüsse erwartet. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will das Treffen nutzen, um für eine europäische Übergewinnsteuer zu werben. Mit dieser will der SPD-Chef ungewöhnlich hohe und krisenbedingte Profite der Mineralölkonzerne abschöpfen und so Entlastungen finanzieren, die die Bundesregierung wegen der hohen Tankstellenpreise plant. Bisher gibt es in der EU keine Mehrheit für die Übergewinnsteuer.
Japans Notenbank dürfte das Zinsniveau laut Experten am Freitag auf das höchste Niveau seit über 30 Jahren hieven. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass der geldpolitische Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf 1,25 Prozent angehoben wird. Dies wäre das höchste Niveau seit 31 Jahren.